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Und vom Großinquisitor erreichte uns mit Amalia eine gar jämmerliche Botschaft!Inquisitor: Gestehe, reuiger Sünder! Angeklagter: Oh Bruder, erkennt Ihr mich denn nicht, ich bin es, Don Jochen de Toledobüttel, der Großinquisitor! Inquisitor: Seit Wochen ward Ihr nicht mehr gesehen bei der Heiligen Messe, triebt Euch vor den Toren Toledos herum und von Eurem gar lästerlichem Verhalten ist uns berichet worden. Angeklagter: Aber, ich kann das alles erklären... Inquisitor: Lang ist das Register Eurer Verfehlungen. Keinen Raum für Zweifel und Milde lassen uns die Umstände. Kein Umtausch wurde von Dir durchgeführt, kein Albireo-Aufkleber bestellt, kein launiger Bericht auf Astronomie.de gefunden, Deine Röhren wurden nicht auf das Firmament gerichtet und den Kampf gegen Goto und APO hast Du sträflich versäumt. Dein Schicksal ist besiegelt! Erwartet die Verkündung Eures Urteils in den Kerkern von Toledobüttel! [Krachend fällt die Kerkertür ins schwere Schloss] Oh, Gott. Was soll nur aus mir werden. Von meinen eigenen Moralaposteln festgesetzt. Welch übles Schicksal. Ohne Kontakt zur Außenwelt sehe ich keinen Ausweg aus dieser misslichen Situation. Durch ein winziges Fenster hoch über dem Kerkerboden dringt nur ein winziger Ausschnitt des Himmels zu mir vor. [Ein flatterndes Geräusch schwillt zu einem lauten Tosen an. Ein gigantischer Schwarm an Brieftauben fliegt am Fenster vorbei und verschüttet den Häftling in beinahe tausend pergamentenen Botschaften aus dem Zwischennetz] Welch Freude von Euch zu hören. Doch welch Agonie in diesem Loche zu stecken. Habe ich doch den Start der Carre Crisium versäumt und bin erfolglos hinterhergestrauchelt. Dem kleininquisitorischen Trauspecht ist ohne meine strenge Disziplin beinahe die Zeremonie entglitten. Welch buntes Treiben ich verpasst habe, weil meine Glaubensbrüder die Vernachlässigung meiner Dienstpflichten nicht länger dulden wollten. Und viel Wohlgefallen hätte mich zur reinsten Sanftmut gebracht. Der ehrenvolle Einsatz von Windjammer, offenbar ganz in der Nähe von Toledobüttel des Plattdeutschen kundig geworden, zur Ehrenrettung von Sir William Herschel, hat mich sehr gerührt. Auch die launigen Umtriebe des Hunrücker Katers bei der Spechtjagd waren gar ergötzlich. Und die Vorstellung, auf einem Spechtelplatze mit einem weißen Zwerge zu stehen, der bequem unter der bodennahen Fockelpinne eines Dobs-Cassegrains hindurchlaufen kann, hat mich trefflich amüsiert. Aber meine eigenen Brüder haben eine Intrige gegen mich geschickt eingefädelt (<<== hier schütteln!!). Mögen meine Gebete erhört werden und ich noch aus diesen finstren Kerkern befreit werden... |
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Doch die Albireoröhren wären nicht die Albireoröhren, wenn sie nicht auch eine solch schmähliche Situation ihres großen Verteidigers meistern könnten!Das Szenarium:Vor den Toren Toledos an den Ufern des Tajo... heiß prallt die Mittagssonne auf die ausgedörrte Landschaft... alle Bewohner haben sich zur Siesta in das schattige Innere ihrer kühlenden Steinhäuser zurückgezogen... kein Laut ist zu hören... bis auf ein klägliches Wimmern! Es dringt heraus aus den Verliesen, in die der gestrenge aber sehr gerechte Großinquisitor Don Tomás de Torquemada die Sünder werfen lässt, damit sie dort nachdenken über die Frevel, die sie haben begangen. Das Wimmern wird zu einem heiseren Flüstern: Ich habe doch schon 335 Hochzeitsmails gelesen! Gnade!!!! Niemals! schallt die allmächtige Stimme des Don Tomás durch die Kerker! Und mit finsterem Blick reicht er dem armen Sünder einen neuen Stapel von 118 mails! Weinkrämpfe erschüttern die Verliessmauern... niemanden scheint es zu kümmern, dass es sich bei dem Inhaftierten um den albireotischen Großinquisitor Don Jochen von Toledobüttel in Person handelt... Niemanden...? Aus der Ferne werden Rufe laut! Auch hört man ein Scheppern und Klappern! In den eben noch so lieblich ruhigen Auen bewegt sich etwas! Eine Heerschar orangeblauer Telekope, bewaffnet bis unter die Fockelpinne mit Okularen, Filtern, Adaptern und vielen lockeren Schrauben, bewegt sich auf die Festung zu! Angeführt wird die fröhliche Bande von einer eleganten Dame in Weiß, ohne deren Goto man es nie bis hierher geschafft hätte! Um sie herum hüpfen fröhlich 9 Teleskopkinder und schwingen orangeblaue Fähnchen oder pflücken Gänseblümchen... Die Schar nähert sich den großen Toren der Festung und verlangt Einlass! Das Gesicht des Don Tomás von Torquemada erbleicht und wird aschfahl, als ein mächtiges Teleskop sich ihm als Grover vom S.P.O.K. vorstellt und eine Pergaminrolle entfaltet. Noch bevor es zum Verlesen ansetzen kann, knarrt ein riesiger eiserner Schlüssel, und es quietscht und ächzt eine Tür. Hunderte Billigröhren, von weit her gekommen, brechen in Jubelrufe aus! So ward im Anno dazumal von Albireo Don Jochen von Toledobüttel aus den Klauen des Großinquisitors befreit! Die Annalen aus dem Archivo de las Indias wissen weiter zu berichten, dass man ihm als Begrüßungsgeschenk einen noch fehlenden Stapel von 136 Hochzeitsmails übergab! Und so geht diese Geschichte zu Ende!* . * . * . * . * . * Doch die Albireos wären nicht die Albireos, wenn sie sich nicht schon bald neue Geschichten ausdenken würden! :-))) |